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glutenfrei leben

Zwei unserer Kinder haben die Autoimmunkrankheit Zöliakie.
Hier schreiben wir über unsere Erfahrungen im Alltag mit der glutenfreien Ernährung.

 

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Diesen Winter gibt es bei uns am Samstag zum Mittagessen meistens Suppe. Kürbis- wie auch Broccolisuppen führen die Wunschliste an.

Als ich neulich im Coop einkaufen war studierte ich die monatlichen Rezeptkarten, die nach der Kasse aufliegen. Die Rezeptkarte *Süsskartoffelsuppe* hat gleich mein Interesse geweckt.
Obwohl ich in meiner Ausbildung zum Koch immer wieder Gelegenheit hatte spezielle und ungewohnte Lebensmittel zu verarbeiten so hatte ich bis letzten Samstag noch nie etwas mit Süsskartoffel gekocht.

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Ein Gemüse das sich zwar Kartoffel nennt, botanisch aber mit unserer Kartoffel, dem Härdöpfel keine Verbindung besteht.

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Das Rezept der Suppe findet ihr hier -> KLICK

Die Süsskartoffelsuppe harmoniert wunderbar mit dem roten Curry, ein richtiges Gedicht.


Es gibt nicht viele Zöliakie Betroffene die in deutscher Sprache regelmässig bloggen. Deshalb lese ich seit einiger Zeit bei den italienischen Zöliakie-Bloggern mit.

Gestern habe ich den Kaffeekuchen von Anna Lisa ausprobiert.

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Vom Kaffee merkt man kaum etwas, dafür ist der Kuchen sehr luftig und überhaupt nicht trocken!

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Dieses sehr einfache Rezept scheint mir für Variationen optimal geeignet. Ich werde euch bestimmt von meinem nächsten Backversuch erzählen :-)

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Auch wenn unsere Zölianer noch nie ein “Hanuta“ gegessen habe, nicht wissen wie dieses knusprige Schoko-Haselnuss-Ding schmeckt… so sehen sie doch die Kinder auf dem Pausenhof und wissen: das ist etwas, dass sie auch gerne einmal probieren möchten.

Im Dezember haben uns Freunde mit einem  glutenfreien Naschpaket aus Italien überrascht!

Darin befand sich eine glutenfreie Waffelpackung die “Hanuta und co“ sehr ähnlich ist.

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Das Leuchten in den Augen der Kinder war ganz speziell, sie strahlten so viel Freude aus. Jetzt wissen auch sie wie die Pausenverpflegung vieler schmeckt.

Das beschleichende Gefühl, etwas zu verpassen hat sich bewahrheitet.
Für mich als Mutter gut zu wissen das es dafür eine Lösung gibt :) .

Auch wenn unsere Kinder keine Zöliakie hätten wären Hanuta und co bei uns keine regelmässigen Gäste. Jedoch willkommen für spezielle Gelegenheiten.


Gestern Abend gab es sehr spontan türkische Pizza.
So spontan, dass ich mir nicht einmal die Zeit genommen habe MEIN glutenfreies Pizzateigrezept zur Hand zu nehmen.

Der Teig ging wunderbar auf, liess sich prima auswallen und war nach dem Backen luftig, überhaupt nicht trocken -> richtig gut!
Verwendet habe ich das glutenfreie Mehl aus der Migros. Viele Jahre habe ich einen grossen Bogen um das glutenfreie Migrosmehl gemacht. Irgendwann in dieser Zeit haben sie die Mehlmischung verändert und heute steht es in unserer Mehl-Hitliste deutlich VOR! dem Schärmehl.
Glutenfreie Pfannkuchen, Spätzli, Eierchratzete und Pizza lassen sich mit diesem Mehl so herstellen, dass das Endprodukt auch *Nicht-Zölianern* schmeckt :)
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Ein weiterer Versuch ein Migrosprodukt mit einem Link zu Migipedia hier zu posten ist leider gescheitert… zu viele Produkte fehlen auf der Migipedia-Plattform. Schade.

Selber ein Foto vom Mehlsack einzustellen geht heute auch nicht, da mein Fotoapparat gestern für immer seine Linse schloss :(.

Dafür stelle ich hier das aller letzte Foto meiner jahrelang, treuen Kamera ein.

Unscharf und farblich kein Hit, aber lecker war sie :) unsere erste türkische Pizza :)

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Beim Belag habe ich die vielen Zwiebeln weggelassen und den ausgewallten Teig mit wenig Crème fraîche bestrichen. Anstatt Petersilie verwendete ich Oregano.
Ja ich weiss, ich habe mich vom Original entfernt ;) ich sagte ja zu Beginn, ganz spontan ;)

Weil drei von fünf sehr gerne Gemüse essen habe ich die zweite Pizza mit Zucchetti und Mais ergänzt. LECKER! 

 

Tatsch ist ein altes Gericht aus dem Kanton Graubünden.

Eigentlich nichts anderes als super schnelle Pfannkuchen. An einem Schönheitswettbewerb würde Tatsch zwar nie gewinnen, dafür ist es wirklich sehr lecker und schnell gekocht.

Man stellt einen Teig aus Eier, Milchwasser, Salz und Mehl her.

In alten Kochbüchern oder im Internet lassen sich verschiedene Rezepte finden. Wir verwenden immer unser gewohntes Pfannkuchen Rezept. Damit das glutenfreie Mehl sich beim Essen nicht rau und stärkelastig anfühlt geben wir zum Teig zusätzlich einen Esslöffel Olivenöl.

In einer heissen Bratpfanne etwas Butter schmelzen und anschliessend den Teig zugeben.
Sobald der Teig etwas zu stocken beginnt mit einer Bratschaufel den Teig zerstossen.

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Diesen Vorgang bei mittlerer Hitze so lange wiederholen bis kein flüssiger Teig mehr vorhanden ist und die Teigstückchen sich leicht braun färben.

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Tatsch kann süss oder salzig serviert werden.

Als Hauptmahlzeit kombiniert mit Apfelmus, heissen Apfelschnitzen oder zum Beispiel mit Zwetschgenkompott.

Tatsch eignet sich aber auch als Sättigungsbeilage zu Fleisch, Gemüse und Salat.

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Bündner Eiertatsch

Tatsch mit Birnen

Ganz ähnlich wird die Badische Spezialität *Kratzede* hergestellt.
Im Unterschied zum Tatschteig werden die Eier getrennt und das steifgeschlagene Eiweiss am Schluss unter den Teig gehoben.

Spargel mit Bärlauchkratzede