SchwiizerMundArt


Seit ein paar Jahren mache ich mir immer mal wieder konkret Gedanken rund um die Sprache der Deutschschweizer. Im Speziellen weil ich täglich feststelle, dass unsere Kinder im Alltag – ohne dies zu bemerken - Worte aus der Deutschensprache in *ihr* Schweizer Mundart einfliessen lassen.

Das wir unserem ersten Kind konsequent Mundart vorgelesen haben schien in der ersten Klasse fast zu einem Problem zu werden. So wusste es zwar was ein *Chämi* ist; nicht jedoch was das Wort Kamin bedeutete.

Beim dritten Kind – der Mundartunterricht im Kindergarten wurde inzwischen durch den Deutschunterricht abgelöst – hat sich die Situation total verändert. Unser jüngstes Kind spricht vom Kamin auf dem Dach und sucht beinahe erfolglos nach dem schweizerdeutschen Wort dazu.

Wörter wie „arbeiten“ und „Kartoffel“ schleichen sich ein und machen sich breit – „schaffe“ und „Härdöpfel“ lassen es zu verdrängt zu werden.

Solche Alltagssituationen haben mich motiviert etwa zur BioMundart-Diversität beizutragen. Ich habe mir vorgenommen Mundartwörter kreativ festzuhalten. Da dies gemeinsam viel mehr Spass macht als alleine, habe ich Leute gesucht die mein Anliegen teilen und so ist das Projekt *SchwiizerMundArt* geboren.

schwiizermundart

Ich bin sehr gespannt wie sich dieses Projekt entwickelt! Es wirken kreative Menschen aus verschiedenen Kantonen mit. Hinter den Kulissen arbeiten wir gerade intensiv an „unserem ersten Wort“ :) . Schweizerdeutsch ist eine sehr vielfältige Sprache. Manchmal so unterschiedlich das wir uns kaum verstehen ;-) ich bin also selber gespannt wie gross die Unterschiede sein werden.

Ab März 2014 werden wir immer am ersten Montag im Monat ein deutsches Wort in unsere unterschiedlichen Dialekte übersetzen und freuen uns wenn ihr uns virtuell besucht.

 

SchwiizerMundArt.ch


Kommentare   
#1 ste 2014-02-26 06:24
uhhh ouigbi fescht gspannt :-D
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